Re: Oder Littrow-Linienraster ??? (Re: Parallaxenbarriere?) - Displays: 3D ohne Brille
> > Die Bildqualität ist mitnichten “billig”. Die Dinger sehen aus, wie
> > stinknormale Farbfotographien - und zwar deutlich besser als Polaroid
> > - nur mit dem “Fehler”, dass sie zudem räumliche Tiefe haben.
>
> Wenn Ghandi sagt, dass diese Monitore tatsächlich gut aussehen, dann
> sind es viellecith doch viele Bilder nicht nur zwei. Anders kann ich
> mir auch ein 3D Bild aus einem leicht abweichenden Winkel eigentlich
> nciht vorstellen. Naja, vielleicht zeigen die ja auf der nächsten
> CeBit mal sowas.
>
> > - Natürlich braucht man eine Spezialkamera, bzw. zwei normale
> > Kameras.
>
> Langen zwei?
Du tust ja gerade so als wenn Stereofotografie mit jeder
Displaytechnik neu erfunden werden muesste. Ob mit vor’s Auge
gesetzten Displays, Polarisationsbrillen, Farbfiltern,
Shutterbrillen, Parallaxenbarrieren oder durch Schielen: Zweck der
Uebung ist immer, dem rechten und dem linken Auge verschiedene Bilder
zu zeigen. Dafuer gibt es bei statischer Perspektive immer nur eine
“richtige” Betrachterposition vor dem Display, ganz unabhaengig von
der verwendeten Technik. Die leichten Verzerrungen bei kleinen
Abweichungen von der Idealposition sind bei den meisten Anwendungen
nicht so schlimm und werden in Kauf genommen.
Mach ein Foto von einer moeglichst bewegungslosen Szene mit Tiefe
(Objekte im Vordergrund, in mittlerer Entfernung und am Besten mit
Boden oder Decke). Dann verschiebst du die Kamera um einige cm zur
Seite und machst noch ein Bild. Die fertigen Bilder legst du dann
nebeneinander, und zwar das weiter links fotografierte nach rechts
und das von der rechten Seite nach links. Jetzt schielst du auf die
Bilder, so dass das rechte Auge auf das linke Bild sieht und das
linke Auge auf das rechte Bild. Wenn es dir gelingt, die Bilder zur
Ueberdeckung zu bringen und sie gleichzeitig zu fokussieren, siehst
du die Szene in 3D. Einige Betrachter finden es einfacher, wenn die
das linke Bild links liegt. Dann entspannt man die Augen so, als
wuerde man in die Ferne schauen (parallel ausgerichtet). Das
funktioniert allerdings nur, wenn die Bilder kleiner als der
Augenabstand sind oder wenn der Betrachter nach aussen schielen kann
(was die meisten nicht koennen). Vorteil dieser Methode: Perfekte
Stereoseparation. Nachteil: Anstrengend fuer die Augen und (bzw.
denn) im Vergleich zu ueblichen Stereosicht-Verfahren ist die
Falschinformation ueber die Tiefe, die die Ausrichtung der Augen dem
Gehirn gibt, noch staerker und weicht deutlicher von der Focusebene
ab. Wenn man sich vor solch einem Foto bewegt, sieht man scheinbar
Bewegung in der Szene. Das sind die Verzerrungen, die man bei
Displays ohne Headtracking in Kauf nimmt.