(Militär)geschichte, betrachtet durch die (deutsche) Brille des Verlierers - Zerstörung der Städte oder Aushungern

brillean Historiker und besonders Angehöriger der Nation ist, die den
großen “vaterländischen Krieg” mit Pauken und Trompeten verloren hat,
darf man nicht die eigenen Mißerfolge als Maßstab zur Beurteilung
künftiger Kriege nehmen, das ist eine ungeheure Verzerrung der
Geschichte und zeugt von tiefster Ignoranz, eben begründet aus der
Sicht des Verlierers.
Stalingrad als Beweis aufzuführen, ist einfach Unsinn. Es ist nich
die Tatsache, daß es eine große Stadt war, sondern die
verbrecherische Energie Hitlers, mit einer ungeeigneten Strategie an
die Sache herangegangen zu sein. (Überdehnte Fronten, mangelhafter
Nachschub, zu schneller Vorstoß u.ä. hat in letzter Konsequenz zur
Einkesselung geführt).
Aus dieser eigenen Perspektive des Verlierers heraus auf das aktuelle
Geschehen zu schließen ist einfach unsachlich und falsch. Auch wenn
es ironischerweise Parallelen gibt: Rumsfeld, Wolfowitz et al sind
Zivilisten, auf deren Mist die Irakstrategie wächst. Auch im Irak
haben die Amis/Briten eine überdehnte Front mir Problemen, den
Nachschub zu festigen…
Trotzdem wird Bagdad fallen (können), da es nämlich nur eine einzige
Unbekannte gibt: Iran. Die andere Unbekannte, ob die irakische Armee
kämpfen wird, klärt sich ja gerade.
Die Iraner sind die einzigen, die Bagdad vom Osten her stabilisieren
könnten, nach dem Motto “Der Feind meines Feindes…”.
Sie werden es aber nicht tun ! Sie sind bereits Mitglied im Club der
Achse der Bösen und wollen (noch?) sicher keine B-52 über ihren
Moscheen auftauchen sehen und die Amerikaner haben bereits am Anfang
des Krieges einen Warnschuß an den Irak abgegeben, als
“versehentlich” eine iranische Ölfabrik getroffen wurde. Das war ein
klares Signal an den Iran, die Füße still zu halten.
Die “rebuplikanischen Garden” werden rel. schnell auf dem Trockenen
sitzen.
Nicht den Alliierten, sondern eher den Irakern wird es in Bagdad wie
damals den Deutschen ergehen, die Herren Experten sollten da ihre
voreingenommene Postitionen überdenken.
Wie nach einem militärischen Sieg allerdings die Lage zu
stabilisieren ist, ist eine rein politische Entscheidung, hier
suggerieren die ehrwürdig ergrauten Herren, daß das eine Frage der
Militärs wäre und schieben diese evt. unlösbare Frage den Militärs zu
und basteln daraus die Niederlage. Die US-Army ist aber nicht die
Wehrmacht und Rumsfeld ist nicht Hitler.
Die “Koalition” wird in der Tat das Problem haben, das ein brutaler
Straßenkampf die Meinung der TV-Demokratien umkippen könnte.
Die alten Herren (Militär)Historiker sollten auch bedenken, daß es
sehr wohl einen Unterschied macht, wenn “ich” technisch überlegen
bin. Die Amis werden die Nacht ausnutzen, um die Iraker zu orten,
währen die Iraker das nicht können (sofern Rußland nicht gelogen und
entsprechendes Equipment nicht doch geliefert hat), ein Apache kann
dann aus halbwegs sicherer Entfernung (z.B. 2,3,4 oder 5
km)entsprechende “Nester” unter Feuer nehmen, einen Panzer, der im
Schutt stecken bleibt, braucht es da nicht.
Selbst wenn, die technische Entwicklung scheint an den ehrwürdigen
älteren Herren etwas vorbeigezogen zu sein, so ein M1 ist trotz
seines Gewichts sehr wendig (wenn auch nicht so wie ein Leopard 2)
und Trümmer dürfte er gerade deswegen gut überfahren können, vor
allem, da viele Häuser in Bagdad eher weniger aus dem Stahlbeton
europäischer
Bauart sind.
Daß General a.D. Harff, Ex-General einer Armee, die in der Nato
bestenfalls die zweite oder eher dritte Geige spielt, in dieses Horn
der gealterten deutschen (Militär)Historiker stößt, ist da nur
konsequent…
Bagdad kann sehr wohl besiegt werden, Bush

Einen Kommentar schreiben

du mußt angemeldet sein, um kommentieren zu können.